• Präsentation

    Durch mehr Autonomie sollen Schulen die Möglichkeit erhalten und darin unterstützt werden, sich stärker voneinander zu differenzieren, sich ein eigenes Profil zu geben.

    In der Grundschule soll dies erlauben, sich gezielter den lokalen Gegebenheiten und der soziokulturellen Zusammensetzung der Schulpopulation anzupassen.

    In der Sekundarschule werden die Schulen die Möglichkeiten erhalten, sich eigene pädagogische und inhaltliche Profile, u.a. im Bereich des Sprachenlernens, zu geben. Durch diese Öffnung soll ein diversifiziertes schulisches Angebot geschaffen werden, dass es Kindern und Jugendlichen erlaubt, diejenige Schule auszuwählen, die am besten zu ihrem eigenen Profil passt.

  • Überblickskarte zur Luxemburger Schullandschaft

    La cartographie de l’offre scolaire au Luxembourg

    Mit der Schaffung von zusätzlichen Angeboten an englischsprachigen Ausbildungen kommt die Regierung einer großen Nachfrage nach, die bisher fast ausschließlich von den Privatschulen abgedeckt wird. Um eine systematische Entwicklung der Luxemburger Bildungslandschaft vornehmen zu können, muss jedoch genauer analysiert werden, in welchen Bereichen noch zusätzliche Bildungsangebote geschaffen werden müssen.

    Das schulische Angebot wächst also in der Breite, und hierzu wird eine Überblickskarte der Luxemburger Schullandschaft erstellt. Sie wird den Eltern und Schülern zur Verfügung gestellt, damit diese, in voller Sachkenntnis der vielseitigen Angebote des Luxemburger Schulsystems, ihre Entscheidung über den weiteren Bildungsweg treffen können.

  • Ecole Internationale in Differdange

    L'École internationale à Differdange

    Mit der Schaffung der École internationale in Differdange (EID) werden die Abschlüsse der Europaschule in Zukunft für alle interessierten Schulkinder kostenfrei zugänglich sein. Dabei richtet diese internationale Schule sich nicht nur an Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, sondern auch an diejenigen, die einen verstärkten Akzent auf bestimmte Sprachkompetenzen, wie z.B. das Englische legen. Außerdem wird es an der EID Klassen geben, die auf Französisch alphabetisieren.

    Das diesbezügliche Gesetzesprojekt befindet sich auf dem Instanzenweg.

  • Englischsprachige Klassen

    Classes anglophones

    Die bestehenden Angebote der englischen A-levels, wie sie etwa im Lycée Michel Lucius angeboten werden, sollen ausgebaut werden. Darüber hinaus werden ebenfalls englischsprachige Angebote in der Grundschule aufgebaut werden, dies in Absprache mit den Gemeinden, die für das Angebot in Sachen Grundschule zuständig sind.

    In der Berufsausbildung wird die Nachfrage nach einer englischsprachigen Ausbildung analysiert.

  • Anpassungen bei den "classes d’accueil" und "classes d’insertion"

    Für Kinder und Jugendliche, die neu in unser Land kommen, fungieren die sogenannten cours d’accueil in der Grundschule, die classes d’accueil sowie die classes d’insertion in der Sekundarschule als Brücken ins System. Die Stärken und Schwächen dieser Auffangklassen werden analysiert. Das Angebot und die Konzepte werden gegebenenfalls angepasst.

  • Accompagnement scientifique des travaux curriculaires

    Die Ausarbeitung von Programmen und Lehrmitteln, wie heute schon im Fach „Leben und Gesellschaft“, wird in Zukunft durch Fachdidaktiker begleitet werden, die den Programmkommissionen vom Service de Coordination de la Recherche et de l´Innovation pédagogiques et technologiques (SCRIPT) zur Seite gestellt werden. Dadurch soll eine stärkere Kohärenz zwischen Konzepten und Formulierungen erreicht werden. Darüber hinaus wird dies den Programmkommissionen erlauben, sich auf die Validierung von Vorarbeiten zu konzentrieren. Dabei soll die Universität Luxemburg enger eingebunden werden; es gilt allerdings erst ein Kompetenzzentrum mit Didaktik-Schwerpunkt aufzubauen.

  • Luxemburger Lehrmittelverlag

    Une maison d'édition luxembourgeoise pour le matériel didactique

    Bisher stammen didaktische Materialien in der Sekundarschule von ausländischen Verlagshäusern. In wenigen Fällen werden Buchreihen in Zusammenarbeit mit luxemburgischen Arbeitsgruppen und den Programmkommissionen an die spezifisch luxemburgische Situation angepasst. Allerdings ist dies ein kostspieliges und zuweilen unzufrieden stellendes Vorgehen. In Zukunft sollen Lehrmittel vermehrt in Luxemburg selbst konzipiert, entwickelt und evaluiert werden. Dabei soll auf die Expertise aller Akteure zurückgegriffen werden. Zu diesem Zweck wird das Ministerium in enger Kooperation mit der Universität Luxemburg untersuchen, inwiefern es sinnvoll sein kann, einen Luxemburger Lehrmittelverlag aufzubauen.