• Präsentation

    Mehrsprachigkeit ist ein Merkmal der luxemburgischen Identität. Die Dreisprachigkeit wird nicht in Frage gestellt, es gilt weiterhin, Schülerinnen und Schüler in allen Landessprachen, und später auch in Englisch, soweit wie möglich zu bringen.

    Es ist freilich notwendig, die formalen und non-formalen Initiativen und Bemühungen im Bereich der Sprachenvermittlung aufeinander abzustimmen. Es stellt sich darüber hinaus die Frage, welches Niveau junge Erwachsene erreichen sollen, und ob dieses in allen Sprachen und für alle Schülerinnen und Schüler das gleiche sein muss.

  • Freier Zugang zu mehrsprachiger Frühförderung

    Un accès gratuit à aux activités de développement plurilingue

    Zwischen einem und vier Jahren fällt Kindern das Sprachenlernen besonders leicht. Um sie auf ein Leben in einer mehrsprachigen Gesellschaft vorzubereiten, muss dieser Zeitraum genutzt werden; durch einen kostenfreien Zugang zu einer multilingualen Sprachförderung im Kleinkindalter sollen Kinder deshalb bereits frühzeitig an die Mehrsprachigkeit unseres Landes herangeführt werden. Je nach Sprachenprofil werden junge Kinder an die luxemburgische oder französische Sprache herangeführt.

    Darüber hinaus wird aber auch die allgemeine Sprachentwicklung durch die Muttersprache bei Kindern mit Migrationshintergrund wertgeschätzt. Vor allem Eltern müssen dazu angeleitet werden, intensive Kommunikationssituationen (Geschichten erzählen, Bücher lesen, Unterhaltungen führen, etc.) zu schaffen, in denen die Kinder ihre Muttersprache zu Hause erlernen. Zu diesem Zweck wird eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erziehern gefördert werden.

    Schließlich werden die Betreuungsschlüssel im Bereich der Kinderbetreuung neu festgelegt werden, damit das Angebot im Bereich der Sprachförderung dementsprechend umgesetzt werden kann.

  • Überarbeitung der Sprachenprogramme in der Grundschule

    Die Art und Weise, wie Sprachen in der Grundschule gelehrt und gelernt werden, wird an die neuen Eckwerte im Bereich der Kinderbetreuung angepasst werden. Französisch wird ab dem cycle 2.1 eingeführt werden. Dabei soll der Fokus in den ersten Jahren vor allem auf dem Hörverstehen und Sprechen liegen. Mündlich-kommunikative Fähigkeiten der Kinder in Französisch sollen also stärker als bisher gefördert werden.

    Der didaktische Ansatz, mit dem Deutsch unterrichtet wird, wird analysiert und gegebenenfalls überarbeitet und an die neue Situation angepasst werden.

  • Überarbeitung der Sprachenprogramme in der Sekundarschule

    Révision des programmes de langues à l’enseignement secondaire

    Im Kontext der Zielbestimmungen aller Fächer in der Sekundarschule und der Neuausrichtung des Sprachenunterrichts in der Grundschule gilt es ebenfalls den Sprachenunterricht in der Sekundarschule anzupassen. Dabei muss darüber nachgedacht werden, wie es geschafft werden kann, dass Schülerinnen und Schüler auch weiterhin ein sehr hohes Sprachniveau erlangen können, ohne dass die hohen Ansprüche im Sprachenunterricht dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler mit akademischem Potential deshalb auf der Strecke bleiben.

    Ebenfalls die Rolle der langue véhiculaire in den einzelnen Schulfächern muss analysiert und gegebenenfalls angepasst werden.

  • Harmonisierung der Sprachenprogramme zwischen Grund- und Sekundarschule

    Eine große Herausforderung besteht darin, die Programme des Sprachenunterrichts in der Grundschule mit denen der Sekundarschule abzugleichen und so einen kohärenten Übergang zu gewährleisten.