• Präsentation

    Schulisches Scheitern, damit zusammenhängend das Klassenwiederholer-Problem, führt dazu, dass viel Potential der Schülerinnen und Schüler verlorengeht. Dies zeigt u.a. der Bildungsbericht 2015 (Band I, Band II) der Universität Luxemburg. Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen des Symposiums „Staying on track – Tackling early school leaving (ESL) and promoting success in school“ im Rahmen der EU-Präsidentschaft ist überdies, dass Luxemburg eine nationale Strategie braucht, um die vielen Initiativen, die schulisches Scheitern verhindern sollen, und die es bereits in Luxemburg gibt, zu bündeln und aufeinander abzustimmen. Diese Strategie soll von dem zu schaffenden Observatoire du Maintien Scolaire ausgearbeitet werden. Auch soll diese Instanz deren Umsetzung koordinieren.

  • Schaffung des "Observatoire du Maintien Scolaire"

    Das Observatoire du Maintien Scolaire soll als eine Art Anwalt der „schwachen“ Schüler funktionieren und dafür Sorge tragen, dass die Problematik des schulischen Scheiterns auf der Agenda des Luxemburger Schulsystems bleibt. Zu seinen Aufgabengebieten wird darüber hinaus das Zusammentragen und Analysieren von Statistiken über das schulische Scheitern zählen, sowie die Ausarbeitung und Umsetzung einer nationalen Strategie zur Bekämpfung des schulischen Scheiterns.

  • Behebung schulischer Defizite in der Grundschule

    Combler les déficits scolaires à l’enseignement fondamental

    Ziel ist es, dass Schulkinder mit schulischen Defiziten in den Schulen und möglichst auch in ihren Klassen aufgefangen werden und zwar durch geeignete Fördermaßnahmen. So werden Schulen mit der Erstellung eines schuleigenen, kohärenten Konzepts zum appui pédagogique beauftragt. Das Ministerium wird in der Zwischenzeit best-practice-Beispiele sammeln, bündeln und den Schulen zur Verfügung stellen.

  • Beheben schulischer Defizite in der Sekundarschule

    Um Schülerinnen und Schüler mit schulischen Defiziten besser unterstützen zu können, sollen die Schulen kohärente Konzepte für die schulische Remediation und Nachhilfe entwickeln. Dies soll in einem partizipativen Prozess mit den Schulen geschehen. Einen Meilenstein stellt die erste, nationale Bildungskonferenz im Herbst 2015 zum Thema des schulischen Scheiterns dar.

  • Projekt CARAT – Schulklima

    Das Schulklima ist besonders wichtig, wenn es um das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler geht. Empfinden Schülerinnen und Schüler Schule als einen Ort der Toleranz, des gegenseitigen Respekts, des freundlichen und konstruktiven Miteinanders, dann können sie das Selbstvertrauen und die Sicherheit entwickeln, die es zur persönlichen Entfaltung braucht.

    CARAT ist ein Konzept, mit dessen Hilfe Schulklima verbessert werden kann. Jede Schule bestimmt dabei selbst, welche Aspekte ihr wichtig sind und wo es Handlungsbedarf gibt. Alle Schulpartner sollen mit ihren Wünschen und Erwartungen beteiligt werden: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Schulleitung, nicht-unterrichtendes Schulpersonal und Eltern.

  • Reform der "formation professionelle"

    Die Analyse der Zahlen zeigt, dass die Reform der Berufsausbildung nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt hat. Die hohe Quote an Schülern mit Modul-Rückstand stellt die Schulen und in ihr Direktionen, Lehrer und Lehrerinnen vor schier unüberwindbare, logistische Herausforderungen. Punktuelle Anpassungen haben sich bisher als unzureichend herausgestellt. Dennoch gibt es auch Erfolgsmeldungen: Für nahezu alle Module der verschiedenen Ausbildungen gibt es, auch dank der Mitarbeit unzähliger Lehrer und Vertretern der unterschiedlichsten Berufszweige, einheitlich strukturierte Rahmenlehrpläne und klare Evaluationsvorgaben. Das Modulsystem an sich wird den Ansprüchen einer modernen Ausbildung gerecht.

    Die einzelnen Elemente der Berufsausbildung, die zufriedenstellend oder gut funktionieren, aber auch die Schwachstellen im System müssen identifiziert werden, um eine grundlegende Neuausrichtung zu planen und umzusetzen.

  • Internate

    Internate sollen als ein Bestandteil einer Gesamtpolitik gegen den Schulmisserfolg entwickelt werden und die nötigen Mittel erhalten, Schülerinnen und Schüler in ihrer Schullaufbahn erfolgreich zu unterstützen. Dies gilt sowohl für Internate, die vornehmlich Kinder aus der Grundschule aufnehmen als auch für Internate, die sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe richten.

    Es werden auch neue Konzepte erarbeitet werden, die besonders Schüler im Übergang von der Grundschule zum Sekundarunterricht unterstützen, da dies für manche Schüler oft eine schwierige Lebensphase darstellt.

    Schule und Internat sollen vernetzt arbeiten. Dabei gilt es auch gemeinsam Modelle der Unterstützung zu entwickeln, die der Diversität des Schulangebotes entsprechen.

    Staatliche und konventionierte Internate sollen dabei gemeinsam Qualitätskriterien zum pädagogischen Angebot und Konzept entwickeln. Das Angebot der beiden Träger soll auch in gewissen Merkmalen harmonisiert werden (Strukturqualität, finanzielle Beteiligung der Eltern).