• Präsentation

    Die Welt verändert sich ständig, dies kann – zum Glück – auch die Schule nicht verhindern. Allerdings muss sie sich mit der Welt verändern, will sie ihrer Rolle gerecht werden. Es gilt somit, Lehrerinnen und Lehrer auch über die Fortbildung Perspektiven innerhalb des Berufs zu bieten. Ein qualitativ hochwertiges Fortbildungsangebot, wie es heute bereits vorhanden ist, muss weiterhin ausgebaut werden und noch stärker an die Bedürfnisse der einzelnen Schulen angepasst werden, vor allem auch im Kontext von mehr Autonomie.

  • Zugänge zum Lehrerberuf in der Grundschule

    Die Reform des öffentlichen Dienstes und damit einhergehend die Einführung des Praktikums für Grundschullehrerinnen und -lehrer wirkt sich sowohl auf die Ausbildung der angehenden Lehrerinnen und Lehrer als auch auf die Rekrutierungsprozeduren selbst aus. Aktuell wird eine Reform der Rekrutierungsexamen durchgeführt. Das examen-concours wird dabei zu einem einfachen concours, es reicht also aus, wenn Kandidaten sich klassieren, um in den stage aufgenommen zu werden.

  • Zugänge zum Lehrerberuf in der Sekundarschule

    Aktuell werden in den Rekrutierungsexamen zum Sekundarschullehrerberuf vor allem Fachkompetenzen abgeprüft. In Zukunft sollen verstärkt Kompetenzen in der Pädagogik und der Fachdidaktik sowie soziale Kompetenzen berücksichtigt werden, da diese für die Ausübung des Lehrerberufs ebenso unerlässlich sind wie fachliche Kompetenzen.

    Zudem werden die Zugangsbedingungen für den Lehrberuf in der Sekundarschule der Spezialisierung und Diversität der Abschlüsse, die heute an den Universitäten vergeben werden, nicht mehr gerecht. Durch die Einführung eines dreijährigen stage haben sich die Anforderungen an den concours de recrutement darüber hinaus verändert. Diese Gesichtspunkte wird die Reform des concours de recrutement für die Sekundarschule berücksichtigen. 

  • Stage

    Durch die Reform des öffentlichen Dienstes wurde festgelegt, dass sowohl Grundschullehrer wie auch Sekundarschullehrer eine dreijährige Einführungsphase in den Beruf durchlaufen müssen; dort werden theoriegestützt Handlungskompetenzen vermittelt, die dann konkret in der Klasse erprobt und anschließend selbstständig, mit Peers oder einem erfahrenen Lehrer reflektiert werden können.

    Die Ausbildungsschwerpunkte für das Referendariat der Grundschullehrer werden dabei weitgehend individuell zusammengestellt; darüber hinaus gibt es Möglichkeiten, über Berufserfahrung die Dauer des stage zu verkürzen bzw. über bereits gemachte Zusatzausbildungen Freistellungen von diversen Kursen zugestanden zu bekommen.

    Bei den Sekundarschullehrern ist es so, dass ein Hauptgewicht auf der fachdidaktischen Grundausbildung liegt, daneben wird – dies eine Forderung aller Beteiligter – die Begleitung in den Schulen, das Tutorat, von einem auf zwei Jahre verlängert, sodass Berufsanfänger in den Schulen Bezugspersonen haben, die sie aktiv unterstützen können.

    Damit die einzelnen Ausbildungsphasen und -elemente kohärent aufeinander abgestimmt sind, werden, in Kooperation mit der Universität Luxemburg, Ausbildungskonzepte für Formateure und andere Intervenierende ausgearbeitet.