• Präsentation

    Es ist eine bedauernswerte Tatsache, dass es nur wenig Fachdidaktik-Expertise von wissenschaftlichem Format im Land gibt. In vielen Fällen muss deshalb auf Spezialisten und Institute aus dem Ausland zurückgegriffen werden. Es ist ein wichtiges Ziel, an der Universität Luxemburg über die nächsten Jahre ein Kompetenzzentrum für Fachdidaktiken zu schaffen, das – neben dem Luxembourg Centre for Educational Testing(LUCET), das für Bildungsmonitoring zuständig ist – schulische Veränderungsprozesse untersucht, vorbereitet und begleitet. Das zu schaffende Zentrum wird die Auftragsforschung des Erziehungsministeriums, dabei vor allem des Service de Coordination de la Recherche et de l´Innovation pédagogiques et technologiques (SCRIPT), an der Universität Luxemburg koordinieren und zudem zu bestimmten Fragen Grundlagenforschung betreiben. Damit wird es sowohl dem Schulsystem bei den großen Herausforderungen der nächsten Jahre dienen, als auch die Studiengänge Bachelor en Sciences de l’Éducation (BScE), Master in Secondary Education und Bachelor en Sciences Sociales et Éducatives (BSSE) zusammenhalten und ihnen ein verlässliches, wissenschaftliches Fundament bieten.

    Schließlich wird analysiert, ob ein Luxemburger Lehrmittelverlag an der Universität implementiert werden soll.

  • Förderung der Fortbildung

    Le développement de la formation continue

    Gesetzlich verankert war, dass Lehrerinnen und Lehrer mindestens 8 Stunden Fortbildung pro Jahr absolvieren. Es handelte sich hierbei jedoch nur um eine Mindestanforderung. Viele Lehrer leisten wesentlich mehr. Da eine gute Fortbildung ein wichtiger Bestandteil der Schulentwicklung ist, wird die Fortbildung gefördert werden. Damit einhergehend werden vor allem schulinterne Fortbildungsangebote ausgebaut und gefördert.

  • Ausbildung der Ausbilder

    La formation des formateurs

    Kooperationsprojekt zwischen dem IFEN und dem BScE an der Universität: Oftmals sind die gleichen Lehrerinnen und Lehrer Tutor innerhalb der Universität und conseiller pédagogique am IFEN. Tutoren empfangen in ihren Klassen die Praktikanten der Erstausbildung an der Universität, die conseillers pédagogiques des IFEN begleiten die neue Lehrer in den Schulen aktiv in den Beruf. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, gemeinsam Fortbildungslehrgänge zu entwickeln und so Synergien und Kohärenz herzustellen. Das Projekt dieses kooperativ zu erstellenden Ausbildungsformats befindet sich in der Konzeptphase.

    Die Teilnahme bietet Lehrerinnen und Lehrern in den Luxemburger Grundschulen Perspektiven, sich innerhalb des Systems weiterzuentwickeln z.B. indem sie als formateur oder conseiller pédagogique intervenieren.

  • Accompagnement scientifique des travaux curriculaires

    Die Ausarbeitung von Programmen und Lehrmitteln, wie heute schon im Fach „Leben und Gesellschaft“, wird in Zukunft durch Fachdidaktiker begleitet werden, die den Programmkommissionen vom Service de Coordination de la Recherche et de l´Innovation pédagogiques et technologiques (SCRIPT) zur Seite gestellt werden. Dadurch soll eine stärkere Kohärenz zwischen Konzepten und Formulierungen erreicht werden. Darüber hinaus wird dies den Programmkommissionen erlauben, sich auf die Validierung von Vorarbeiten zu konzentrieren. Dabei soll die Universität Luxemburg enger eingebunden werden; es gilt allerdings erst ein Kompetenzzentrum mit Didaktik-Schwerpunkt aufzubauen.

  • Luxemburger Lehrmittelverlag

    Une maison d'édition luxembourgeoise pour le matériel didactique

    Bisher stammen didaktische Materialien in der Sekundarschule von ausländischen Verlagshäusern. In wenigen Fällen werden Buchreihen in Zusammenarbeit mit luxemburgischen Arbeitsgruppen und den Programmkommissionen an die spezifisch luxemburgische Situation angepasst. Allerdings ist dies ein kostspieliges und zuweilen unzufrieden stellendes Vorgehen. In Zukunft sollen Lehrmittel vermehrt in Luxemburg selbst konzipiert, entwickelt und evaluiert werden. Dabei soll auf die Expertise aller Akteure zurückgegriffen werden. Zu diesem Zweck wird das Ministerium in enger Kooperation mit der Universität Luxemburg untersuchen, inwiefern es sinnvoll sein kann, einen Luxemburger Lehrmittelverlag aufzubauen.