• Präsentation

    Aufbauend auf die Erfahrung der bestehenden Zentren für Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten soll die Vernetzung mit dem schulischen Angebot verbessert werden. Das Angebot soll erweitert und vergrößert werden. Dabei werden sowohl die Bedürfnisse der Kinder als auch regionale Erwägungen in Betracht kommen. Es wird zu einer stärkeren Vernetzung von Trägern der Jugendhilfe und der Schule kommen. Dabei soll auch die Kooperation mit den medizinischen Einrichtungen ein wesentliches Merkmal sein. Um Kindern und Jugendlichen einen Auslandsaufenthalt zu ersparen, soll vermehrt spezifische heilpädagogische Kompetenz in Luxemburg aufgebaut werden. Ein eigenes Kompetenzzentrum soll diese Entwicklung  unterstützen und begleiten.

    Die Angebote für Kinder mit besonderem Förderbedarf werden also ausgebaut werden, wobei das Bestreben bestehen bleibt, möglichst inklusiv zu agieren. In der Grundschule wird ein Modell eingeführt, bei dem Kinder mit niedrigem Förderbedarf durch Angebote unterstützt werden, die von der Schule selbst zur Verfügung gestellt werden. Dies gilt vor allem für Kinder mit Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten. Weitere Ressourcen sollen auf arrondissement-Ebene zur Verfügung gestellt werden. Für Kinder und Jugendliche mit hohem Förderbedarf werden spezialisierte Institute eingerichtet, die entweder die Schulen unterstützen, oder die die Beschulung gegebenenfalls selbst übernehmen. Die bestehenden Strukturen rund um die éducation différenciée (EDIFF) und die équipes multiprofessionelles werden dahingehend reformiert. Die Commission d’Inclusion Scolaire (CIS), in der die Entscheidungen über die Interventionen rund um das Kind gefällt werden, soll enger mit dem Office National de l’Enfance (ONE) zusammenarbeiten.

  • Schaffung von spezialisierten Zentren für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten und Lernschwierigkeiten

    Für die Betreuung von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten oder Lernschwierigkeiten wird ein Stufenmodell eingeführt werden. Zuerst sollen die Schulen dazu befähigt werden, sich selbst mit dieser flächendeckenden Problematik auseinanderzusetzen. Daraufhin werden zusätzliche Ressourcen in den Regionen zur Verfügung gestellt.

    Für die Betreuung und Förderung von Schülern mit besonderem Förderbedarf werden zwei weitere spezialisierte Institute geschaffen werden. Dadurch können zeitnahe Interventionen im Klassensaal durchgeführt werden und gegebenenfalls eine Förderung in den Instituten selbst ermöglicht werden.

  • Ausbau der schulischen Angebote für Kinder mit niedrigem Förderbedarf

    Um Schülerinnen und Schüler mit niedrigem Förderbedarf angemessen unterstützen zu können, werden die Schulen kohärente, lokal angepasste Konzepte für die schulische Remediation und Nachhilfe entwickeln. Dies soll in einem partizipativen Prozess mit den Schulen geschehen. Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler mit geringem Förderbedarf in ihrer Klasse bzw. in ihrer Schule aufgefangen werden.

    Das Ministerium wird zudem best-practice-Beispiele sammeln, bündeln und den Schulen zur Verfügung stellen.

  • Reorganisation der Commission d’Inclusion Scolaire (CIS)

    Im Rahmen einer Reform des service de l’éducation différiencée(EDIFF) soll ebenfalls die aktuelle Commission d’inclusion scolaire (CIS) reformiert werden. Es ist die Aufgabe der CIS festzustellen, welche Art Förderung ein Schulkind benötigt.

    Zum einen wird die CIS so organisiert werden, dass sie durch Fachkonferenzen ergänzt wird, die ihr vorgeschaltet werden. Dadurch werden die Dossiers von Fachexperten aufgearbeitet, sodass schneller reagiert werden kann. Zum anderen soll die Zusammenarbeit mit dem Office National de l’Enfance (ONE) im Rahmen der CIS ausgebaut werden.

  • Evaluation der Kinder- und Jugendhilfe des Office National de l‘Enfance (ONE)

    2015 wurde das neue Kinder-und Jugendhilfesystem mit Hilfe der Universität Luxemburg einer internen und externen Evaluierung unterzogen. Die mit den Trägern gemeinsam gezogenen Schlussfolgerungen sollen nun dazu dienen, mit Hilfe eines Aktionsplanes, die notwendigen Anpassungen zu vollziehen. Dabei soll auch das seit Ende 2008 bestehende Office National de l’Enfance(ONE) in seinem Aufgabenbereich und seiner Funktionsweise angepasst werden.

    Diese Gelegenheit bietet eine besondere Chance der verstärkten Zusammenarbeit mit dem schulischen Bereich Rechnung zu tragen.