• Präsentation

    Im Fokus der Regierungspolitik steht eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen, maisons relais und anderen Kindertageseinrichtungen. Heute wird das gleiche Kind oft in unterschiedlichen Institutionen betreut, ohne dass Maßnahmen untereinander abgesprochen werden. Dies geht auf Kosten der Qualität der Betreuung des Kindes. Unterschiedliche Perspektiven auf den jungen Menschen können nur dann zu einer optimalen Betreuung beitragen, wenn Akteure einrichtungsübergreifend arbeiten, wenn Austausch und abgestimmte Aktionen selbstverständlich in einander greifen. Das Kind muss im Mittelpunkt der Bemühungen stehen, denn nur so ist eine ganzheitliche Betreuung des Kindes möglich.

  • Anpassung des Betreuungsschlüssels

    In Zukunft werden in Kindertagesstätten mehr Erzieher arbeiten, damit Kleinkindern dort die nötige Geborgenheit geboten werden kann, aber auch damit das Konzept der mehrsprachigen Frühförderung umgesetzt werden kann. Hierzu wird der Betreuungsschlüssel neu festgelegt werden.

  • Plattformen für Austausch schaffen

    Die Betreuung junger Kinder in Kindertageseinrichtungen, in der éducation précoce sowie im cycle 1.1 und 1.2 haben gemeinsam, dass sie Kontexte mit spezifischen Erfahrungs-, Erlebnis- und Erkenntnisräumen schaffen, die der allgemeinen Förderung der Kinder dienen. Die Gemeinsamkeiten und Kompetenzen, die Luxemburg in diesen Bereichen aufweist, sollen in den kommenden Jahren hervorgehoben und durch Aktivitäten gestärkt werden, die einen Austausch zwischen den Professionellen der non-formalen Bildung ermöglichen. Zu diesem Zweck soll jeweils vor Ort eine Plattform geschaffen werden, die diesen Austausch ermöglicht und fördert.

    Auch werden Schulen und Tageseinrichtungen die Möglichkeit erhalten und zugleich verpflichtet, sich regelmäßig abzusprechen, um so gezielter und einrichtungsübergreifend auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingehen zu können.

    Schließlich werden die départements der formalen und der non-formalen Bildung innerhalb des Ministère de l’Éducation nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse enger und koordinierter zusammenarbeiten, um einen ganzheitlichen Blick auf das Kind sicherzustellen. Eine Steuergruppe wurde diesbezüglich geschaffen.

  • Integrierte Infrastrukturen

    Infrastructures intégrées pour la petite enfance

    Das Ministerium wird solche Bauprojekte im Bereich der Kleinkinder- und Kinderbetreuung und -bildung fördern, bei denen maison relais und Schule in einem Gebäude integriert werden und Synergien auf mehreren Ebenen geschaffen werden. Entsprechende Projekte zeigen, dass die dadurch entstehende Raumnutzung große Vorteile für die Aktivitäten der Kinder und ihre Entfaltung haben. Die Architektur soll dabei die pädagogischen Leitlinien spiegeln und in ihrer Umsetzung unterstützen.