• Präsentation

    Es ist klar, dass die Eltern eine wichtige Rolle in der Erziehung der Kinder spielen. Auch ist es wichtig, dass Eltern sich in die schulische Ausbildung ihrer Kinder einbringen. Dies kann aber nur erreicht werden, wenn zugleich die Eltern als Partner ernst genommen werden. Deshalb wird den Eltern mehr Verantwortung übertragen, z.B. wenn es darum geht, Orientierungsentscheidungen zu fällen. Zudem werden Instrumente entwickelt, die Eltern besser informieren, weil sie allgemein verständlich erklären: über schulische Ziele, über das Schulangebot in Luxemburg, über Anlaufstellen bei Problemen. Daneben wird analysiert werden, inwiefern eine repräsentative Elternvertretung aufgebaut werden muss, damit Eltern in Schulentwicklungsprojekte eingebunden werden können.

  • Elternbeteiligung im Kleinkindbereich

    Von den Kinderbetreuungsstätten wird in Zukunft ein kohärentes Konzept zur Einbindung der Eltern in die tagtägliche Arbeit verlangt werden, wenn diese in den Genuss der finanziellen Unterstützung des Staates, die im Rahmen der mehrsprachigen Frühförderung ab September 2017 eingeführt wird, kommen wollen. Damit wird die Elternbeteiligung zu einem der Hauptqualitätskriterien in der Kinderbetreuung erhoben.

  • Elternbeteiligung in der Grundschule

    Seit der Reform der Grundschule im Jahr 2009 ist der Austausch zwischen Eltern und Lehrpersonen sowohl rund um das Kind als auch auf der Ebene der Schule gesetzlich verankert, z.B. durch die regelmäßig stattfindenden Bilanzierungsgespräche oder die Teilnahme an der Ausarbeitung des plan de réussite scolaire der Schule. Allerdings ist es wichtig, dass die Instrumente, die dem Austausch zugrunde liegen, allgemein verständlich und anschaulich gehalten sind. Deswegen werden die bilans intermédiaires vereinfacht (auch was die Erstellung durch die Lehrkraft betrifft) sowie zielgruppenspezifische Erklärungsmaterialien zum plan d’études entwickelt.

    Angesichts der Diversifizierung des schulischen Angebots ist es auch notwendig, Eltern besser und schon frühzeitig über jenes zu informieren, vor allem dann, wenn Eltern mehr Verantwortung im Rahmen der Orientierungsprozedur am Ende der Grundschule zugestanden werden soll.

  • Elternbeteiligung in der Sekundarschule

    Die Elemente der Elternbeteiligung, die im Reformprojekt der Sekundarschule vorgesehen sind, werden analysiert, gegebenenfalls leicht adaptiert und dann umgesetzt. Es geht darum, die Elternvertreter in die lokale Schulentwicklung miteinzubinden und ihre Rollen zu definieren. Aber auch auf Systemebene gilt es repräsentative Elterngremien zu schaffen, die z.B. bei nationalen Bildungskonferenzen die Meinung der Eltern vertreten.

  • Nationale Elternvertretung

    Als Dachorganisation der Elternvertretungen in der Grundschule und Sekundarschule, wird eine nationale Elternvertretung geschaffen werden, die als wichtiger Partner des Ministeriums in Fragen der Schulentwicklung dienen soll. Dieses Gremium soll sich in absoluter Unabhängigkeit zu aktuellen Problemen oder Lösungsvorschlägen des Ministeriums äußern können.

  • Family learning

    Das Ziel des family-learning-Konzepts der formation des adultes ist es, Eltern zu ermöglichen, ihre Kinder während ihrer Lernprozesse zu begleiten und zugleich eigene Bildungs- und Ausbildungsprozesse wieder aufzunehmen. Dadurch soll eine Kultur des gemeinsamen Lernens in die Familien gebracht werden, was einen positiven Einfluss auf erfolgreiches schulisches Lernen haben kann. Das Ministerium arbeitet derweil an einem Fortbildungskonzept, an didaktischen Materialien für Formateure und Lernmitteln für Teilnehmer an family-learning-Veranstaltungen.

    Zudem findet im Oktober 2015 im Rahmen der EU-Präsidentschaft eine Konferenz mit dem Titel „Family learning – Praxisbeispiele aus Europa“ statt.