• Präsentation

    Der Bereich der Kinderbetreuung ist in den vergangenen Jahren sehr stark gewachsen, doch eine Qualitätssicherung gab es bisher nicht. Der Qualitätsrahmen für die Kinderbetreuung wird sicherstellen, dass die Kinder nicht nur versorgt, sondern auch entwicklungsgemäß gefördert werden. In den kommenden Jahren werden die notwendigen Strukturen aufgebaut, die eine Qualität im Kinderbetreuungsbereich garantieren werden. Dazu werden regionale Qualitätsagenten eingestellt und auf ihre Aufgabe eingestimmt. Die ministerielle Verwaltung wird zudem neu organisiert und verstärkt. 

  • Pädagogische Konzepte für Kindertageseinrichtungen

    Un concept pédagogique pour chaque structure d’accueil

    In Zukunft wird jede Kindertagesstätte ein eigenes pädagogisches Konzept entwickeln, nach dem die Erzieher arbeiten. Dieses Konzept ist ebenfalls ausschlaggebend für die Fortbildung der Mitarbeiter. Die Fortbildung wird weiter ausgebaut, dies u.a. in enger Zusammenarbeit mit der Plattform enfancejeunesse.lu, dem Institut de formation de l’Éducation nationale (IFEN) und der Universität Luxemburg. Die regionalen Qualitätsagenten kontrollieren, inwieweit die Konzepte auch umgesetzt werden, beziehungsweise inwieweit sie dem Qualitätsrahmen entsprechen.

  • Freier Zugang zu mehrsprachiger Frühförderung

    Un accès gratuit à aux activités de développement plurilingue

    Zwischen einem und vier Jahren fällt Kindern das Sprachenlernen besonders leicht. Um sie auf ein Leben in einer mehrsprachigen Gesellschaft vorzubereiten, muss dieser Zeitraum genutzt werden; durch einen kostenfreien Zugang zu einer multilingualen Sprachförderung im Kleinkindalter sollen Kinder deshalb bereits frühzeitig an die Mehrsprachigkeit unseres Landes herangeführt werden. Je nach Sprachenprofil werden junge Kinder an die luxemburgische oder französische Sprache herangeführt.

    Darüber hinaus wird aber auch die allgemeine Sprachentwicklung durch die Muttersprache bei Kindern mit Migrationshintergrund wertgeschätzt. Vor allem Eltern müssen dazu angeleitet werden, intensive Kommunikationssituationen (Geschichten erzählen, Bücher lesen, Unterhaltungen führen, etc.) zu schaffen, in denen die Kinder ihre Muttersprache zu Hause erlernen. Zu diesem Zweck wird eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erziehern gefördert werden.

    Schließlich werden die Betreuungsschlüssel im Bereich der Kinderbetreuung neu festgelegt werden, damit das Angebot im Bereich der Sprachförderung dementsprechend umgesetzt werden kann.

  • Intensive Kommunikationssituationen

    Créer des situations de communication

    Der Betreuungsschlüssel im Bereich der Kinderbetreuung wird neu festgelegt werden, damit Kleinkindern in Betreuungsstätten die für den Spracherwerb so wichtige Geborgenheit und enge Beziehung zu dem Personal geboten werden kann. Ein erhöhter Betreuungsschlüssel erlaubt es, intensive Kommunikationssituationen zu gestalten, in denen soziale und sprachliche Kompetenzen entwickelt werden können.

    Darüber hinaus müssen vor allem auch Erziehungsberechtigte ermutigt und angeleitet werden, intensiv mit ihren Kindern in ihrer Muttersprache zu kommunizieren: Eltern sollen Geschichten erzählen, mit ihren Kindern Bücher „lesen“, sich mit ihnen unterhalten.

  • Partnerschaft mit den Eltern

    Partenariat avec les parents

    Der Ausbau der institutionellen Kinderbetreuung entbindet die Eltern nicht von ihrem Erziehungsauftrag. Da die Erziehung an mehreren Orten vonstatten geht, und mehrere Bezugspersonen beteiligt sind, gilt es für die Institutionen, den Austausch zwischen allen Bezugspersonen zu fördern und die Eltern aktiv in die Gestaltung des Alltags in den crèches und den maisons relais miteinzubinden. Jede Kindertagesstätte wird deshalb in Zukunft über ein Konzept für eine reelle Partnerschaft mit den Eltern verfügen müssen.