• Präsentation

    Es gibt nicht den „einen“ Schüler und deshalb kann es auch nicht die „eine“ Schule geben. Um der Diversität an Biografien und Talenten der Kinder gerecht werden zu können, muss das Luxemburger Schulsystem eine Vielfalt an schulischen Angeboten bereit halten: Wir brauchen unterschiedliche Schulen für unterschiedliche Schüler. U.a. in Bezug auf das Sprachenangebot innerhalb der Luxemburger Schule bedeutet dies, dass auch ausländische Diplome wie etwa das Bac International (BI) im Athénée de Luxembourg oder im Lycée technique du Centre, die englischen A-levels im Lycée Michel Lucius oder auch die Diplome der Europaschule angeboten werden. Diese waren bisher nur wenigen Schülern zugänglich und sollen nun verstärkt in die öffentliche Schule integriert werden.

  • Stärkung der Autonomie in den Grundschulen

    Durch die Reform von 2009 wurden Elemente der Schulentwicklung in der Grundschule eingeführt, die den Schulen erlauben sollen, auf die lokalen Bedürfnisse der Schulbevölkerung zu reagieren. Dies soll durch den rapport école begleitet und den plan de réussite scolaire (PRS) strukturiert werden. Diese Werkzeuge werden heute jedoch von vielen Schulen als belastend empfunden; auch stehen sie nicht unbedingt im Zentrum der lokalen Schulentwicklung. Die Gründe dafür sollen erörtert und die geeigneten Anpassungen vorgenommen werden, um eine größere Autonomie der Schulen zu garantieren und eine stärkere Dynamik der Schulentwicklung anzuregen.

  • Größere pädagogische und curriculare Autonomie der Sekundarschulen

    Die Sekundarschulen werden neben einer größeren Autonomie bei der Verwaltung der finanziellen und personellen Ressourcen auch zusätzliche Freiheiten erhalten, was Fächerkanon und Programme anbelangt. Dies wird zu einer stärkeren Diversifizierung des schulischen Angebots beitragen, die es den Schülern erlauben soll, sich besser auf ihren weiteren Bildungs- oder Berufsweg vorzubereiten.

  • Überblickskarte zur Luxemburger Schullandschaft

    La cartographie de l’offre scolaire au Luxembourg

    Mit der Schaffung von zusätzlichen Angeboten an englischsprachigen Ausbildungen kommt die Regierung einer großen Nachfrage nach, die bisher fast ausschließlich von den Privatschulen abgedeckt wird. Um eine systematische Entwicklung der Luxemburger Bildungslandschaft vornehmen zu können, muss jedoch genauer analysiert werden, in welchen Bereichen noch zusätzliche Bildungsangebote geschaffen werden müssen.

    Das schulische Angebot wächst also in der Breite, und hierzu wird eine Überblickskarte der Luxemburger Schullandschaft erstellt. Sie wird den Eltern und Schülern zur Verfügung gestellt, damit diese, in voller Sachkenntnis der vielseitigen Angebote des Luxemburger Schulsystems, ihre Entscheidung über den weiteren Bildungsweg treffen können.

  • Ecole Internationale in Differdange

    L'École internationale à Differdange

    Mit der Schaffung der École internationale in Differdange (EID) werden die Abschlüsse der Europaschule in Zukunft für alle interessierten Schulkinder kostenfrei zugänglich sein. Dabei richtet diese internationale Schule sich nicht nur an Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, sondern auch an diejenigen, die einen verstärkten Akzent auf bestimmte Sprachkompetenzen, wie z.B. das Englische legen. Außerdem wird es an der EID Klassen geben, die auf Französisch alphabetisieren.

    Das diesbezügliche Gesetzesprojekt befindet sich auf dem Instanzenweg.

  • Englischsprachige Klassen

    Classes anglophones

    Die bestehenden Angebote der englischen A-levels, wie sie etwa im Lycée Michel Lucius angeboten werden, sollen ausgebaut werden. Darüber hinaus werden ebenfalls englischsprachige Angebote in der Grundschule aufgebaut werden, dies in Absprache mit den Gemeinden, die für das Angebot in Sachen Grundschule zuständig sind.

    In der Berufsausbildung wird die Nachfrage nach einer englischsprachigen Ausbildung analysiert.

  • Anpassungen bei den "classes d’accueil" und "classes d’insertion"

    Für Kinder und Jugendliche, die neu in unser Land kommen, fungieren die sogenannten cours d’accueil in der Grundschule, die classes d’accueil sowie die classes d’insertion in der Sekundarschule als Brücken ins System. Die Stärken und Schwächen dieser Auffangklassen werden analysiert. Das Angebot und die Konzepte werden gegebenenfalls angepasst.

  • Überarbeitung des Privatschulgesetzes

    Vor dem Hintergrund der Diversifizierung des Bildungsangebots in den öffentlichen Schulen wird die bestehende Gesetzgebung über die Finanzierung der Privatschulen überarbeitet werden.